
Was braucht es, damit man sich in seinem Zuhause wieder richtig wohlfühlt?


Kennen Sie das? Sie betreten einen Raum – und irgendetwas stimmt nicht. Die Möbel passen, die Farben auch, aber trotzdem fühlt es sich nicht richtig an. Oft liegt es an zwei Faktoren, die unterschätzt werden: Licht und Akustik. Beides wirkt auf uns, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen – aber es macht den Unterschied zwischen einem Raum, in dem man sich aufhält, und einem, in dem man bleiben möchte.
„Wir brauchen einfach mehr Licht” – das hören wir oft in Erstgesprächen. Aber wenn wir dann gemeinsam den Raum anschauen, stellt sich heraus: Es ist nicht zu wenig Licht, sondern das falsche. Eine einzelne Deckenlampe, die alles gleichmäßig ausleuchtet, macht einen Raum tatsächlich hell. Aber sie macht ihn nicht einladend.
Hinzu kommt, dass sich das Sehvermögen mit dem Alter verändert. Menschen ab 60 Jahren benötigen in der Regel deutlich mehr Licht als jüngere Menschen, um dieselbe Helligkeit wahrzunehmen. Eine fest installierte, nicht regulierbare Beleuchtung, die mit 35 Jahren angenehm wirkte, kann mit 65 Jahren schlicht zu dunkel sein.
Die Forschung gibt uns recht: Licht wirkt direkt auf unseren zirkadianen Rhythmus – also unsere innere Uhr. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat in Studien gezeigt, dass dynamische Beleuchtung die Konzentration um bis zu 15 % steigern kann. Gleichzeitig beeinflusst die Farbtemperatur unsere Stimmung: Warmes Licht (unter 3000 Kelvin) macht müde und entspannt, kühles Licht (über 5000 Kelvin) aktiviert.
In einem Wohnraum brauchen Sie beides – je nach Tageszeit und Tätigkeit. Deshalb planen wir Licht nie als „ein Schalter für alles”, sondern in Schichten.
Viele unserer Kunden aus Oberösterreich, dem Salzkammergut und Wien leben in wunderschönen Altbauten – mit hohen Decken, großen Fenstern, aber oft nur einer zentralen Lichtquelle. Das ist charmant, aber nicht funktional. Gerade in der dunklen Jahreszeit braucht es mehr als nur „Licht von oben”.
Ein gutes Lichtkonzept arbeitet immer mit drei Ebenen:
Das ist das Basislicht – meist eine indirekte Beleuchtung von der Decke. Es sorgt dafür, dass Sie sich orientieren können, ersetzt aber niemals die anderen beiden Ebenen.
Ideal: dimmbar, damit Sie die Intensität anpassen können. Wir brauchen zu verschiedenen Tageszeiten und in verschiedenen Situationen unterschiedlich viel Licht. Morgens beim Frühstück gerne heller und klarer. Abends auf der Couch deutlich gedämpfter. Und beim Dinner mit Freunden vielleicht nur die unterste Stufe – damit die Stimmung stimmt.
Hier setzen Sie gezielt Licht dort, wo Sie es brauchen: über dem Esstisch, neben dem Lesesessel, am Arbeitsplatz. Stehleuchten, Pendelleuchten, Spots – alles ist möglich. Diese Ebene gibt dem Raum Tiefe und macht ihn nutzbar.
Indirektes Licht hinter Regalen, LED-Streifen unter der Küchenzeile, Tischleuchten – das ist das Licht, das Sie nicht sehen, aber spüren. Es schafft Gemütlichkeit und lässt den Raum „atmen”.
Die Lichtdesigner von Zumtobel (ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Vorarlberg) formulieren es so: „Gutes Licht plant man nicht für den Raum, sondern für den Menschen im Raum.” Genau das ist unser Ansatz.
Jetzt kommen wir zu einem Thema, das die wenigsten auf dem Schirm haben: Akustik. Dabei erleben wir jeden Tag, wie Räume klingen. Ein leerer Raum mit Parkettboden und glatten Wänden? Hallt. Ein Raum mit Teppich, Vorhängen und Polstermöbeln? Schluckt Schall.
Die Technische Universität Wien hat in einer Studie nachgewiesen, dass eine Nachhallzeit von über 0,8 Sekunden in Wohnräumen als unangenehm empfunden wird. In vielen modernen Neubauten – mit offenen Grundrissen, Betondecken und großen Fensterfronten – liegt sie deutlich darüber.
Was passiert? Sie sprechen lauter als nötig. Geräusche werden als störend wahrgenommen. Gespräche strengen an.
Viele denken bei Akustik sofort an graue Schaumstoffplatten. Aber das muss nicht sein. Wir arbeiten mit Materialien, die schön und funktional sind:
Im Büro wird es noch deutlicher: Schlechte Akustik kostet Leistung. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat berechnet, dass Lärm in Großraumbüros die Produktivität um bis zu 10 % senken kann. Der Grund: Das Gehirn versucht ständig, relevante von irrelevanten Geräuschen zu trennen – das kostet Energie.
Was wir in Büroprojekten in Linz, Wels und Marchtrenk immer wieder erleben: Die Mitarbeiter klagen nicht über „zu laut”, sondern über „zu viel Unruhe”. Tastaturgeklapper, Telefonate, Schritte – all das summiert sich.
In gewerblichen Projekten arbeiten wir oft mit:
Wichtig: Akustik im Büro heißt nicht „totenstill”. Es geht um gezielte Dämpfung, sodass Gespräche möglich sind, ohne dass der ganze Raum mithört.
Wenn Sie Licht und Akustik kombiniert betrachten, eröffnen sich spannende Möglichkeiten. Etwa:
Jeder Raum ist anders. In einem Wohnzimmer mit hohen Decken im Salzkammergut funktioniert eine andere Lösung als in einer kompakten Stadtwohnung in Linz. Deshalb planen wir immer individuell – nie von der Stange.
Sie müssen nicht gleich alles umbauen. Manchmal reichen kleine Eingriffe:
Wir erleben es immer wieder: Kunden investieren viel Geld in neue Möbel, neue Farben, neue Böden – aber Licht und Akustik bleiben außen vor. Dann wundern sie sich, warum der Raum nicht so wirkt, wie erhofft.
Die Wahrheit ist: Licht schafft Stimmung. Akustik schafft Ruhe. Beides zusammen schafft Raumgefühl. Und beides ist zutiefst persönlich. Was für eine Person als angenehm hell empfunden wird, ist für die nächste zu viel. Was einer Person als ruhig gilt, klingt für jemand anderen zu gedämpft. Genau deshalb braucht es das Gespür und das Wissen eines guten Planers – jemanden, der zuhört, beobachtet und das richtige Maß für den Menschen findet, für den der Raum gedacht ist.
Und genau das ist das Ziel guter Innenarchitektur: nicht sichtbar zu sein, sondern spürbar zu sein.
Wenn Sie Ihr Zuhause oder Ihren Arbeitsbereich so gestalten möchten, dass er nicht nur schön aussieht, sondern auch wirklich gut funktioniert – dann sind wir für Sie da. Wir betrachten Licht, Akustik, Material und Atmosphäre als ein Ganzes, nicht als getrennte Aufgabenlisten.
Ein unverbindliches Erstgespräch kostet nichts, aber es macht oft den Unterschied zwischen einem Raum, der funktioniert, und einem, der lebt.
Vereinbaren Sie jetzt Ihr unverbindliches Beratungsgespräch – bei Ihnen vor Ort oder bei uns in Marchtrenk.
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