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Haus mit Ausblick in der Steiermark – einen Neubau einrichten, der warm und zeitlos bleibt

Wohnraum mit großen Fenstern, Holzfußboden, grauer Couch, gelben Akzenten, einem Kamin und einem offenen Küchenbereich.
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Autor: Horst Steiner Innenarchitektur

Die meisten Häuser werden von außen nach innen geplant: Zuerst steht die Hülle, und erst danach wird überlegt, wie man darin wohnt. Bei diesem Neubau in der Nähe von Graz sind wir den umgekehrten Weg gegangen. Noch bevor der Rohbau begonnen hat, haben wir mit den Bauherren festgelegt, welche Räume das Haus braucht, wie groß sie sein sollen und wo später welche Möbel stehen. Entstanden ist ein Haus mit rund 200 m² Wohnfläche, großen Glasflächen und einem weiten Blick über die Hügel im Süden der Landeshauptstadt, fertiggestellt 2024.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Projekt: Für die Bauherrn haben wir einen rund 200 m² großen Neubau in der Nähe von Graz mitgeplant und eingerichtet, der 2024 fertiggestellt wurde.
  • Die Aufgabe: Schon vor Baubeginn haben wir gemeinsam mit den Bauherren die Räume, ihre Größen und die Größe der Terrasse festgelegt. Die Fassade gab der Architekt vor, die technische Ausführung übernahm ein Baumeister.
  • Die Materialien: Eiche matt, eine Küchenarbeitsplatte aus Granit, Bouclé auf Stühlen und Sitzbank sowie Holzdekore in Beige, Dark Brown, Cognac und Sandgelb.
  • Die Praxisregel: Wer einen Neubau einrichten möchte, sollte von innen nach außen planen. Wenn vor Baubeginn feststeht, wo welche Möbel stehen und welche Funktionen gebraucht werden, lassen sich Installationen und Elektrik genau darauf abstimmen.

Wir kennen die beiden seit vielen Jahren und haben schon mehrere Projekte gemeinsam umgesetzt. Ihr Wunsch war diesmal klar formuliert: praktisch, geradlinig, zeitlos. Ein Haus, das ohne Spielereien auskommt und trotzdem nicht kühl wirkt. Wer in der Steiermark einen Neubau einrichten möchte, steht oft vor genau dieser Frage: Wie bekommt man Wärme in eine klare Architektur, ohne sie mit Dekoration zuzustellen?

Offene Wohnküche mit Holzfußboden, grauen Küchenschränken, einem Esstisch aus Holz und einem gelben Sofa. Pendelleuchten aus Holz.

Bauen von innen nach außen: zuerst das Leben, dann die Wände

Bei diesem Projekt hat jeder Beteiligte das übernommen, was er am besten kann. Die Außenfassade hat der Architekt vorgegeben, die technische Ausführung des gesamten Baus lag bei einem Baumeister. Den Feinschliff im Inneren haben wir gemacht: die Einteilung der Innenwände, die Größe der einzelnen Räume, die Funktionen, die jeder Raum erfüllen soll, und auch die Größe der Terrasse.

Am Anfang stand deshalb die Frage, mit der wir jedes Projekt beginnen: Wie wollen Sie hier leben? Wo sitzen Sie am Morgen beim Kaffee, wo wird abends gekocht, wo hören Sie Musik? Gerade die Musik spielt bei den Bauherren eine große Rolle. So ist im Wohnbereich eine eigene Hi-Fi-Ecke mit Plattensammlung und Audio-Rack entstanden, die von Anfang an mitgedacht war und nicht wie ein nachträglich hineingestelltes Technikmöbel wirkt. Weil all diese Antworten vor Baubeginn feststanden, war die Möblierung schon geplant, bevor die erste Wand gemauert wurde.

Mehr zu diesem Konzept: Bauen von innen nach außen

Materialien und Farben: Wärme, die man spürt

Das Herzstück des Hauses ist der offene Wohn-, Koch- und Essbereich mit direktem Zugang zur Terrasse. Viel Tageslicht und viel Raum bringen große Chancen, aber auch die Gefahr, dass sich ein solcher Bereich ungemütlich und hallig anfühlt. Wir haben deshalb mit einer bewusst ruhigen Mischung aus Material und Farbe gearbeitet und so die Wärme in den Raum hereingeholt:

  • Eiche matt zieht sich als verbindendes Material durch das Haus und bringt eine natürliche, warme Oberfläche in alle Bereiche.
  • Holzdekore in Beige, Dark Brown, Cognac und Sandgelb gliedern Einbauten und Schränke. Im Vorzimmer etwa setzen raumhohe Schränke in Sandgelb einen freundlichen Auftakt, sobald man das Haus betritt.
  • Granit als Küchenarbeitsplatte ist robust, pflegeleicht und bildet einen kühlen, mineralischen Gegenpol zum warmen Holz.
  • Bouclé in verschiedenen Farben bezieht die Stühle und die Sitzbank im Essbereich. Der Stoff ist angenehm zu berühren, schluckt Schall und macht die Sitzplätze zu einem Ort, an dem man nach dem Essen gerne noch sitzen bleibt.

Der Esstisch selbst ist schlicht gehalten: eine furnierte Eichenplatte auf einem schwarz matt lackierten Gestell. Der dunkle Unterbau gibt dem Tisch Kontur, die helle Platte nimmt das Holz der übrigen Einrichtung auf. An der Kücheninsel ergänzen Barhocker in Braun- und Beigetönen den Essplatz für das schnelle Frühstück.

Was die Bauherren an diesem Projekt besonders schätzen, ist genau dieser bewusste Umgang mit Farbe. Sandgelb, Cognac und Orange tauchen nicht überall auf, sondern an ausgewählten Stellen: als Polster, als Schrankfront, als Sessel im Wohnbereich. So entsteht eine Lebendigkeit, die den klaren Linien der Architektur nichts wegnimmt.

Ein moderner Eingangsbereich mit grauem Fliesenboden, gelben, raumhohen Schränken, Holzvertäfelung und einem runden Hocker.

Mehr zu: Farbpsychologie im Wohnraum

Technik, die man nicht sieht, aber im Alltag merkt

Der größte Vorteil der frühen Planung zeigt sich bei der Haustechnik. Weil vor Baubeginn feststand, wo welche Möbel stehen und welche Funktionen gebraucht werden, konnten wir direkt Einfluss auf Installationen und Elektrik nehmen. Küchenanschlüsse und Steckdosen sitzen genau dort, wo sie im Alltag gebraucht werden. Das klingt unspektakulär, entscheidet aber darüber, ob am Ende alles passt. Sitzt eine Steckdose zehn Zentimeter neben der geplanten Küchenzeile, bleibt nur ein sichtbares Kabel, ein Verteiler oder ein nachträglicher Eingriff in die fertige Wand. Wer einen Neubau einrichten will, sollte die Möblierung deshalb schon kennen, bevor der Elektriker die Dosen setzt.

Beim Beleuchtungskonzept haben wir uns bewusst für eine einfache Lösung ohne abgehängte Decken entschieden. Über dem Esstisch hängen geflochtene Pendelleuchten, die das Licht dorthin bringen, wo gegessen und geredet wird. Neben dem Sofa sorgen Stehleuchten für Leselicht in Kopfhöhe, und dezente Einbauspots geben dem Raum seine Grundhelligkeit. Unsere Regel dahinter ist einfach: Licht folgt der Nutzung. Wer abends am Tisch sitzt, braucht warmes Licht über der Tischplatte und nicht in der Raummitte an der Decke.

Mehr zu: Lichtplanung im Wohnraum

Draußen weitergedacht: die Terrasse als zweites Wohnzimmer

Bei einem Haus mit diesem Ausblick spielt sich ein großer Teil des Sommers im Freien ab. Die Terrasse schließt direkt an den Wohnbereich an und liegt am Pool, mehrere überdachte Bereiche bieten Schatten. Hier haben wir die Einrichtung des Innenraums nach draußen fortgesetzt: ein Esstisch für sechs Personen, geflochtene Stühle, eine Lounge-Gruppe mit Auflagen in Beige und bunten Polstern und große Pflanzgefäße.

Die Farben und Materialien greifen bewusst auf, was drinnen schon da ist. Wer durch die Glasschiebetür hinausgeht, hat nicht das Gefühl, einen neuen Raum zu betreten, sondern einfach weiterzugehen.

Terrasse mit Pool, hellen Fliesen, Sonnenschirmen, grau gestricktem Sofa und einer Aussicht auf die umliegende Landschaft.

Was ein zeitloses Zuhause ausmacht

Trends wechseln heute schneller denn je. Was heuer überall zu sehen ist, wirkt in wenigen Jahren oft schon überholt. Bei diesem Haus ging es um das Gegenteil: um eine Einrichtung, in der sich die Bewohner auch in zehn Jahren noch wohlfühlen. Das gelingt nicht durch Verzicht auf Farbe oder Persönlichkeit, sondern durch gute Proportionen, ehrliche Materialien und Akzente, die mit Bedacht gesetzt sind.

Zum zeitlosen Ergebnis gehört für uns auch ein entspannter Weg dorthin. Wir holen alle Angebote ein, bevor das Projekt startet, damit das vereinbarte Budget eingehalten werden kann. Wir halten uns an den Bauzeitplan und zugesagten Terminen.

„Nach so vielen Jahren gemeinsamer Projekte ist es schon erstaunlich, mit welchem Engagement Horst Steiner und sein Team dieses Niveau halten und es schaffen, sogar immer wieder eins draufzusetzen. Was uns besonders gefällt, ist das Spiel mit neuen Materialien und das bewusste Einsetzen von Farben. Was die Abwicklung auch sehr angenehm gestaltet, sind Termintreue und die vereinbarten Preise halten, nicht mehr selbstverständlich in der heutigen Zeit. Also, macht weiter so, und wir freuen uns auf die nächste kreative Zusammenarbeit.” — Bauherren, Villa bei Graz

Weitere Eindrücke aus diesem Haus finden Sie in unserer Projektgalerie.

Ihren Neubau in der Steiermark einrichten

Ob Villa, Einfamilienhaus oder Wohnung: Je früher wir dabei sind, am besten noch vor Baubeginn, desto mehr lässt sich ohne Mehraufwand lösen, von der Raumaufteilung über die Lage der Steckdosen bis zur Farbe der Einbauschränke. Wenn Sie gerade planen und Ihr neues Haus einrichten möchten, erzählen Sie uns von Ihren Räumen und davon, wie Sie darin leben wollen. Wir hören zu – im wahrsten Sinne des Wortes.

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